Glossar

Rund um Todesfall, Nachlass und Vorsorge tauchen viele Fachbegriffe auf. Hier sind die wichtigsten kurz und verständlich erklärt – mit Verweis auf den passenden Ratgeber, wo es mehr dazu gibt.

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B

Bestattungspflicht
Die landesrechtliche Pflicht naher Angehöriger, für die Bestattung zu sorgen. Sie besteht unabhängig davon, wer Erbe ist oder die Kosten trägt.Mehr dazu: Wer zahlt die Beerdigung? Die Kostenpflicht
Bestattungsverfügung
Eine schriftliche Festlegung der eigenen Bestattungswünsche. Sie gehört nicht ins Testament, weil dieses oft erst nach der Bestattung eröffnet wird.Mehr dazu: Bestattungsverfügung: eigene Wünsche festhalten

E

Erbausschlagung
Die Erklärung, ein Erbe nicht anzunehmen – wichtig bei überschuldetem Nachlass. Die Frist beträgt in der Regel sechs Wochen ab Kenntnis.Mehr dazu: Erbe annehmen oder ausschlagen: Fristen und Folgen
Erbengemeinschaft
Mehrere Erben, die den Nachlass gemeinsam und nur einvernehmlich verwalten, bis er auseinandergesetzt (aufgeteilt) ist.Mehr dazu: Erbengemeinschaft: Rechte, Pflichten, Aufteilung
Erbschaftsteuer
Steuer auf den Erwerb von Todes wegen. Erst der Wert über dem persönlichen Freibetrag wird besteuert; Höhe und Freibetrag hängen vom Verwandtschaftsgrad ab.Mehr dazu: Erbschaftsteuer: Freibeträge & Steuerklassen
Erbschein
Ein amtliches Zeugnis des Nachlassgerichts, das die Erbenstellung nachweist. Banken und Ämter verlangen ihn oft – außer es liegt eine Vollmacht über den Tod hinaus vor.Mehr dazu: Erbschein beantragen: Wann nötig, Ablauf und Kosten

N

Nachlassgericht
Die Abteilung des Amtsgerichts, die für Erbscheine, die Eröffnung von Testamenten und die Erbausschlagung zuständig ist.Mehr dazu: Erbschein beantragen: Wann nötig, Ablauf und Kosten
Nachlassverbindlichkeiten
Schulden und Kosten, die den Nachlass mindern – etwa Bestattungskosten. Sie senken den steuerpflichtigen Erwerb bei der Erbschaftsteuer.Mehr dazu: Bestattungskosten von der Steuer absetzen

P

Patientenverfügung
Eine Vorausverfügung, welche medizinischen Maßnahmen man in bestimmten Situationen wünscht oder ablehnt, wenn man sich nicht mehr äußern kann.Mehr dazu: Patientenverfügung & Vorsorgevollmacht erklärt
Pflichtteil
Ein Geldanspruch enger Angehöriger (Kinder, Ehegatte, ggf. Eltern), der ihnen auch bei Enterbung zusteht – in Höhe des halben gesetzlichen Erbteils.Mehr dazu: Pflichtteil: Wer hat Anspruch und wie hoch?

S

Sterbeurkunde
Die amtliche Urkunde des Standesamts über den Tod. Sie wird in mehrfacher Ausfertigung für Banken, Versicherungen und Ämter benötigt.Mehr dazu: Sterbeurkunde beantragen: Unterlagen, Kosten, Ablauf
Sterbevierteljahr
Die ersten drei Monate nach dem Tod, in denen die Witwen- oder Witwerrente in voller Höhe der Rente der verstorbenen Person gezahlt wird.Mehr dazu: Witwen- und Hinterbliebenenrente beantragen

T

Testament
Die letztwillige Verfügung über den Nachlass. Eigenhändig muss es vollständig von Hand geschrieben und unterschrieben sein, sonst ist es unwirksam.Mehr dazu: Testament selbst schreiben: Formvorschriften
Totenschein
Die ärztliche Todesbescheinigung, die ein Arzt unmittelbar nach dem Tod ausstellt. Grundlage für die Sterbeurkunde und die weitere Abwicklung.Mehr dazu: Was tun im Todesfall? Die ersten Schritte
Transmortale Vollmacht
Eine Vollmacht, die schon zu Lebzeiten gilt und über den Tod hinaus weiterwirkt – damit lassen sich Bankgeschäfte meist ohne Erbschein regeln.Mehr dazu: Vollmacht über den Tod hinaus

V

Vorsorgevollmacht
Eine Vollmacht, mit der eine Vertrauensperson bevollmächtigt wird, im Ernstfall rechtlich für einen zu handeln (Gesundheit, Finanzen, Behörden).Mehr dazu: Patientenverfügung & Vorsorgevollmacht erklärt
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