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Checkliste Todesfall

Alle Aufgaben nach Zeitphasen geordnet. Hake ab, was erledigt ist – Dein Fortschritt wird automatisch in Deinem Browser gespeichert.

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Trägst Du es ein, zeigen die Fristen unten konkrete Daten statt nur Zeitspannen. Werktags-Fristen (Standesamt) sind ohne Feiertage gerechnet und als „ca.“ markiert – ohne Gewähr.

Sofort
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  • Zu Hause: Hausarzt oder ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117. Im Krankenhaus übernimmt das die Klinik.

  • Wird für die Sterbeurkunde gebraucht. Bei Tod zu Hause stellt ihn der Arzt aus.

  • Personalausweis, Stammbuch, Geburtsurkunde, Heiratsurkunde und weitere Personenstandsurkunden.

  • Auch Bestattungsvorsorgevertrag, Organspendeausweis, Patientenverfügung prüfen.

Erste 36 Stunden
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  • Haustiere und Pflanzen versorgen, ggf. Strom/Gas/Wasser regeln.

  • Zuerst prüfen, ob ein Bestattungsvorsorgevertrag existiert. Kosten trägt der Erbe (§ 1968 BGB).

  • § 28 PStG. Zuständig ist das Standesamt am Sterbeort. Mehrfach ausstellen lassen – wird bei vielen Stellen gebraucht.

  • Nach Fristablauf kann die Zahlung verweigert werden.

  • § 2259 BGB. Amtsgericht am Wohnort des Verstorbenen.

  • Unverzüglich melden. Nachweise per Einschreiben mit Rückschein senden.

Erste Tage
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  • Kündigungsfrist drei Monate. Bis zum 3. Werktag des Monats kündigen, damit dieser zählt. Bei Ehe-/Lebenspartner geht das Mietverhältnis über.

Bis zur Beisetzung
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  • Erd-, Feuer- oder Seebestattung u. a.

  • Die Bestattungsfrist ist je Bundesland unterschiedlich geregelt (meist etwa vier bis rund zehn Tage nach dem Tod). Die genaue Frist nennen Dir das Standesamt oder das Bestattungsinstitut.

Wochen danach
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  • Frist ab Kenntnis der Erbschaft. Danach gilt das Erbe als angenommen – inklusive Schulden.

  • § 2353 BGB. Nötig für den Zugriff auf Konten.

  • Kontoauszüge durchgehen, um laufende Kosten zu finden.

  • Beim Beitragsservice (ehemals GEZ) abmelden – wird oft vergessen. Achtung: den Grund Wohnung-aufgelöst nur wählen, wenn niemand sonst dort wohnt. Bleibt z. B. die Partnerin in der Wohnung, muss sie sich selbst anmelden, sonst droht eine ungewollte Zweitanmeldung.

  • Sterbevierteljahr: volle Rente des Verstorbenen. Vorschuss beim Rentenservice der Deutschen Post beantragen.

  • § 30 ErbStG. Ggf. Einkommensteuererklärung bis zum Todestag.

  • E-Mail-Postfächer und Konten in sozialen Netzwerken löschen oder übertragen lassen; kostenpflichtige Online-Abos (Streaming, Cloud, Software) kündigen, um laufende Kosten zu stoppen. Prüfe auch vorab eingerichtete Nachlasskontakte: Apple (Nachlasskontakt), Google (Kontoinaktivität-Manager) und Facebook (Gedenkzustand) geben benannten Personen geregelten Zugriff – das erspart langwierige Einzelanträge. Ein hinterlegter Passwort-Manager oder eine Todesliste erleichtert das enorm.

Eigene Aufgaben

Fehlt etwas? Ergänze die Liste um eigene Punkte – sie werden mitgespeichert, mitgedruckt und lassen sich abhaken.

Eigene Notizen

Halte hier individuelle Punkte fest – wird mitgespeichert und mitgedruckt.

Wo finde ich die zuständigen Stellen?

Standesamt (Sterbeurkunde)
Zuständig ist das Standesamt am Sterbeort. Du findest es über die Gemeinde- oder Stadtverwaltung des Ortes, an dem die Person verstorben ist.
Nachlassgericht (Testament, Erbschein)
Das ist das Amtsgericht am letzten Wohnort der verstorbenen Person.
Bestattungsinstitut
Falls kein Vorsorgevertrag besteht, ist die Wahl frei. Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld oder von der Klinik helfen bei der Auswahl.
Renten- und Krankenversicherung
Anschrift und Kontakt stehen auf Beitrags- oder Rentenbescheiden sowie auf der Versichertenkarte.

Diese Checkliste bietet Orientierung, aber keine Rechtsberatung. Fristen und Zuständigkeiten können im Einzelfall abweichen. Im Zweifel an Standesamt, Nachlassgericht oder einen Anwalt wenden.
Inhalte zuletzt geprüft: Juni 2026

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