Was gehört in eine Todesliste? Die Checkliste
Von der Todesliste-Redaktion erstellt und geprüftZuletzt geprüft: Lesezeit: 3 Min.
Eine Todesliste bündelt alles, was Angehörige im Ernstfall schnell brauchen – bei Unfall, Krankheit oder im Todesfall. Wer sie rechtzeitig anlegt, erspart seinen Liebsten stundenlanges Suchen in einer ohnehin schweren Zeit. Dieser Überblick zeigt, was hineingehört.
Was hineingehört
Eine Todesliste ist so individuell wie Dein Leben. Diese Bereiche – von der Patientenverfügung bis zu Versicherungen und Verträgen – sollten aber in keinem fehlen:
- Persönliche Daten und Dokumente: Ausweis, Geburts- und Heiratsurkunde, Stammbuch.
- Vorsorge: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung – und wo die Originale liegen.
- Versicherungen: Lebens-, Unfall-, Kranken-, Haftpflichtversicherung mit Vertragsnummern.
- Finanzen: bei welchen Banken Konten und Depots bestehen (keine Passwörter!).
- Verträge und Abos: Strom, Telefon, Miete, Mitgliedschaften.
- Wünsche: Vorstellungen zur Bestattung, wichtige Ansprechpartner, digitaler Nachlass.
Datenminimierung ist Sicherheit: Notiere bei Konten nur die Bank, nicht die Zugangsdaten. So ist die Todesliste auch dann unkritisch, wenn sie einmal in falsche Hände gerät.
Aufbewahren und aktuell halten
- Bewahre die Todesliste an einem sicheren, aber für Vertraute auffindbaren Ort auf.
- Informiere mindestens eine Vertrauensperson, wo sie liegt und wer bevollmächtigt ist.
- Prüfe sie ein- bis zweimal im Jahr und nach größeren Änderungen (Umzug, neue Verträge).
Schon währenddessen festhalten? In der kostenlosen Todesliste sammelst Du genau das an einem Ort – ohne Konto, lokal im Browser.
Zur TodeslisteSo gliederst Du die Todesliste sinnvoll
Im Ernstfall zählt, dass Angehörige sofort finden, was sie suchen – ohne die ganze Todesliste durchzublättern. Eine feste Reihenfolge mit beschrifteten Registern hat sich bewährt:
- 1. Übersicht und Kontakte: ein Deckblatt mit den wichtigsten Ansprechpartnern (Hausarzt, Bevollmächtigte, Bestatter Deiner Wahl).
- 2. Persönliche Dokumente: Ausweis, Geburts- und Heiratsurkunde, Stammbuch, Rentennummer.
- 3. Vorsorge und Verfügungen: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung – mit Hinweis, wo die Originale liegen.
- 4. Finanzen und Versicherungen: Banken, Depots, Versicherungen mit Vertragsnummern (ohne Zugangsdaten).
- 5. Verträge und Wünsche: laufende Verträge, Abos, Bestattungswünsche und der digitale Nachlass.
Lege vorne eine kurze Notfallkarte fürs Portemonnaie ab: Name, Bevollmächtigte mit Telefonnummer und der Hinweis, wo die Todesliste liegt. So finden Helfende im Ernstfall sofort den richtigen Weg.
Häufige Fehler, die die Todesliste entwerten
- Passwörter, PINs und TANs im Klartext notieren – ein Sicherheitsrisiko, falls die Todesliste verloren geht.
- Die Todesliste anlegen, aber niemandem sagen, wo sie liegt – dann nützt sie im Ernstfall nichts.
- Ihn einmal füllen und nie aktualisieren – veraltete Vertragsnummern und Vollmachten stiften mehr Verwirrung als Klarheit.
- Alles nur digital ablegen, ohne dass eine Vertrauensperson Zugang zum Gerät oder Passwortmanager hat.
Dieser Überblick bietet Orientierung, aber keine Rechtsberatung. Für Vollmachten und Verfügungen lohnt sich im Zweifel fachlicher Rat.
Häufige Fragen
- Reicht eine rein digitale Todesliste?
- Eine digitale Todesliste ist praktisch, aber nur sinnvoll, wenn eine Vertrauensperson im Ernstfall darauf zugreifen kann – etwa über einen Passwortmanager mit Notfallzugang. Wichtige Originale wie Vollmachten und Verfügungen gehören zusätzlich in Papierform an einen bekannten Ort.
- Soll ich Passwörter in die Todesliste schreiben?
- Nein. Trage keine Passwörter, PINs oder TANs im Klartext ein. Halte stattdessen fest, bei welchen Anbietern Zugänge bestehen und wer im Ernstfall darauf zugreifen darf – etwa über einen Passwortmanager.
- Wo bewahre ich die Todesliste am besten auf?
- An einem sicheren, aber für Vertraute auffindbaren Ort – und sag einer Vertrauensperson, wo er liegt. Eine Todesliste, die niemand findet, hilft im Ernstfall nicht.
- Wie oft sollte ich die Todesliste aktualisieren?
- Ein- bis zweimal im Jahr und nach größeren Änderungen wie Umzug, neuen Verträgen oder geänderten Vollmachten. So bleibt der Stand verlässlich.



